AvD Oldtimer Grand Prix 2011

Ein Rückblick - rechtzeitig vor dem aktuellen AvD Oldtimer Grand Prix

Messerschmitt-Kabinenroller

Einige  der Fahrzeuge des OGP kommen auf den eigenen Rädern zur Veranstaltung -  wie z. B. diese Messerschmitt-Kabinenroller, die bereits am Donnerstag  aus England in der Eifel eintrafen.  Es ist erstaunlich, wie gut diese kleinen Kisten auf der hügeligen Anfahrt  zum Nürburgring mit dem Verkehr mithalten können. Hält man sich selbst an das Tempolimit, wird man von den bis zu 130 km/h schnellen und mindestens  50 Jahre alten Flitzern nicht behindert. Allerdings hat man eh kein Bedürfnis die Fahrzeuge zu überholen, da man viel lieber den sehr seltenen Anblick dieser kleinen genialen Fahrzeuge genießt und gern hinter den Kabinenrollern herfährt.

 

Die Messerschmitt-Kabinenroller hatten ihren Standplatz stilgerecht im alten Fahrerlager. Die Besitzer/Fahrer waren echte “Typen”, die gern Auskunft über ihr Gefährt gaben.

Mehr Infos zu den Kabinenrollern gibt es auf Wikipedia


Ring°Racer

Ein -bisher- durchaus seltenes Bild gab es am Donnerstag vor der Veranstaltung zu sehen: Der Ring°Racer in Aktion. Allerdings ohne Fahrgäste. Die Fahrt kündigte sich durch ein merkwürdig schepperndes Geräusch an, und es stellte sich unweigerlich die Frage, warum die Testfahrten während einer Veranstaltung durchgeführt werden müssen.


Eifelwetter

Obwohl  das Wetter wieder mal “eifeltypisch“ war,  kamen auch 2011 wieder über 60.000 Zuschauer zum Oldtimer Grand Prix an den Nürburgring. Oldtimerfans sind halt keine Warmduscher.  Und da es in den letzten Jahren Regen gab, stehen die Chancen gut, dass die Veranstaltung 2012 ohne Regen über die Bühne geht. Wahrscheinlichkeitrechnung... 


4h-Rennen (Freitag, Nordschleife und Kurzanbindung)

Das 4h-Rennen war wieder eine Hauptattraktion der Veranstaltung.  Es lief auf ein Duell der Vorjahressieger (“Fred“ und “Barney“ im Ford Fairlane) und dem Jaguar des Team Gotcha (Frank Stippler / Marcus von Oeynhausen) hinaus. Bereits in der ersten Kurve wurde der Jaguar zur Heckschleuder und geriet nach kurzer Führung in Rückstand. Es entwickelte sich ein spannender Kampf über 4 Stunden, in denen die der Ford Fairlane und der Jaguar E Type meist ständig auf Schlagdistanz waren.


Mein Gott, Walter...

2011 war “der Lange“  -erstmals nach 6 Jahren- wieder beim AvD-Oldtimer Grand Prix auf der Nordschleife am Start und beeindruckte mit seiner Fahrzeugbeherrschung. Beispiel gefällig? Im Regen auf dem kompletten Kurs (Nordschleife und GP-Kurs; 25.378 m) fuhr Walter Röhrl in Runde 3 eine 11:57.846 min, in Runde 4 eine 11:57.897 min; Differenz: 0.051 sec.!  

Zum Vergleich die Zeiten des späteres Siegers und des Zweitplatzierten:

Jaguar E Type: Rd. 3: 11:38.946 min.; Rd. 4: 11:29.747 min.; Differenz:  9.199 sec.

Ford Fairlane: Rd. 3: 11:33.986 min.; Rd. 4: 11:23.850 min; Differenz: 10.136 sec.  

Dabei schimpfte der Lange über die Reifen. “Unfahrbar“ war eines der Worte, die Walter Röhrl für die Reifen unter den gegebenen Wetterbedingungen fand. Nun, für einen normalen Fahrer mag das der Fall gewesen sein, aber wir reden hier über Walter Röhrl, dem besten Rallye-Fahrer aller Zeiten und wohl einem der komplettesten Rennfahrer die es je gab.

 Der vierte Gesamtplatz für Röhrl/Zumtobel war ein sehr achtbares Ergebnis.

Laidlaw/Hadfield beschädigten ihren wunderschönen Porsche 904 im Rennen, fuhren das Rennen aber trotz des erheblichen Frontschadens zuende. Solange sich noch ein Rad dreht...

Das Rennen konnte dann der Jaguar E Type des Team Gotcha nach spannendem Kampf über die gesamte Distanz für sich entscheiden. Dieser Sieg kam gerade passend zu der 50Jahr-Feier des Jaguar E Type, die anlässlich des 39. AvD Oldtimer Grand Prix stattfand. Neben dem dritten Rennen im Rahmen der HSCC-E-Type-Rennserie, gab es u. a. ein großes internationales Jaguar E-Type Treffen.

Egal wohin man im Fahrerlager blickte, meist war einer -oder gleich mehrere- dieser genialen Sportwagen zu sehen.


Grand Prix Masters

Ganz ehrlich, während man bei den anderen Rennen schon seinen Favoriten hat, geht es mir bei den Formel 1 - Wagen nur darum diese herrlichen Wagen fahren zu sehen und vor allem auch zu hören!  Wenn man neben einem Formel 1 in der Box steht, und an diesem Wagen das Triebwerk angelassen wird, dann geht man nicht mehr weg.

Das kann man nicht beschreiben, das muss man selbst erleben!

Wer die damaligen Zeiten selbst erlebt hat wird die Formel 1 - Wagen wiedererkennen. Wie z. B. den Brabham BT 42/44, der 1975 mit Carlos Reutemann den Großen Preis von Deutschland, den vorletzten Grand Prix auf der Nordschleife, gewann. Oder den March 761, mit dem Stuck und Co. unterwegs waren.
Im Fahrerlager und in den Boxen hat man Zeit die Technik dieser Wagen genauestens zu betrachten. Technik, die noch begreifbar und sichtbar ist.


Eine Bildserie des 2011er AvD Oldtimer Grand Prix gibt es unter diesem LINK.