FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, 1. Lauf, Silverstone (GB)

DAS ist MotorSPORT!

Was Audi und Porsche an diesem 12. April 2015 beim WEC-Lauf in Silverstone boten, erinnerte die langjährigen Fans an die guten alten Gruppe C - Zeiten und gehörten zum Besten, was der Motorsport weltweit zu bieten hat!

Eine bessere Werbung für den Motorsport gibt es nicht!

6 Stunden pure Spannung. Das Duell Jani gegen Fässler, das sich fast über einen kompletten Turn hinzog, fesselte die Fans an der Strecke und vor dem TV. DAS ist DAS, was die Fans des Motorsports sehen wollen: Hochspannende harte, aber faire Duelle, jenseits der 200km/h-Marke. Ohne DRS und ähnlich künstliche Überholhilfen, wie sie in anderen Serien inzwischen üblich sind.

Die WEC beweißt, dass regelementsbedingte Einschränkungen der Fahrzeuge dem Sport schaden. In der Formel 1 gibt es Überholzonen, damit überhaupt die Möglichkeit besteht Gegner zu überholen. Die WEC lässt den Konstrukteuren den nötigen Freiraum, der dafür sorgt, dass man einen solchen Unsinn nicht nötig hat. Mit Porsche, Audi und Toyota gibt es drei verschiedene Ideologien, die von den Herstellern umgesetzt wurden und die für exzellenten Motorsport sorgen.

In Silverstone hatte Audi einen unglaublich Speed in den Kurven. Allein, ohne Gegner, hatte Audi im Rennen das schnellste Auto auf der Strecke. Dies belegen auch die Rundenzeiten. Im Zweikampf mit Porsche konnte man dies aber anfangs nicht nutzen, da der 919 den Audi auf den Geraden, dank Porsche-Power, immer wieder aufschnupften konnte. Dies war aber nur möglich, wenn der Porsche auf Schlagdistanz blieb. Jani schaffte das Kunststück. Dumas leider nicht, weshalb sich der Audi später etwas absetzen konnte.

Toyota spielte in diesem Rennen keine große Rolle. Man verlor den Kontakt zur Spitze zwar nicht wirklich, hielt sich aber vornehm zurück. Mauert man bei Toyota, um dann in Le Mans das wahre Potenzial des Wagens zu zeigen? Oder lag Silverstone den Porsche und Audi einfach nur besser?

Bewährt hatte sich in diesem Rennen das System, bei dem die Wagen während einer SC-Phase den Limiter einschalten müssen und mit 80 km/h um den Kurs rollen. Dies bringt dem Fahrer, der aus einer Vollgaspassage kommt, zwar Vorteile gegenüber dem Fahrer, der sich zu Beginn der SC-Phase gerade in einer Kurve befindet, ist aber um Welten fairer als das System, bei dem die Wagen hinter dem SC-Car eingesammelt werden und der erkämpfte Vorsprung zunichte gemacht wird.

Sechsstundenrennen von Silverstone (GB), Rennergebnis:

1. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, 201 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, - 4,610 sec
3. Davidson/Buemi/Nakajima (GB/CH/J), Toyota TS040 Hybrid, - 14,816 sec
4. Wurz/Sarrazin/Conway (A/F/GB), Toyota TS040 Hybrid, - 1 Runde
5. Di Grassi/Duval/Jarvis (BRA/F/GB), Audi R18 e-tron quattro, - 4 Runden

  • M15_0438_fine_512x768
  • M15_0440_fine_1024x683
  • M15_0443_fine_1024x683
  • M15_0450_fine_1024x683
  • M15_0497_fine_1024x683
  • M15_0501_fine_1024x683
  • M15_0515_fine_1024x683
  • M15_0516_fine_1024x683
  • M15_0517_fine_1024x683
  • M15_0521_fine_1024x683
  • M15_0524_fine_1024x683
  • M15_0537_fine_1024x683
 

 Fotos: Porsche